DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Erst seit kurzem im Handel: Tesla Model X. 
Erst seit kurzem im Handel: Tesla Model X. 
bild: shutterstock

Wieder ein Tesla-Unfall: War auch dieses Mal der Autopilot eingeschaltet?

07.07.2016, 01:4707.07.2016, 09:49

Die US-Behörden untersuchen erneut einen Verkehrsunfall mit einem Wagen des Elektroautoherstellers Tesla. Laut einer Sprecherin trägt die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Informationen über einen Unfall eines Tesla-Geländewagens Model X zusammen.

Vergangene Woche war erstmals ein tödlicher Unfall eines Tesla-Elektroautos mit eingeschalteter Autopilot-Funktion bekannt geworden. Beim zweiten Fall geht es um einen Unfall vom 1. Juli und um die Frage, ob der Autopilot zum Unfallzeitpunkt eingeschaltet war oder nicht, wie die Sprecherin der Verkehrssicherheitsbehörde am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Die Behörde sei dabei, Informationen der Polizei des Bundesstaates Pennsylvania, des Unternehmens Tesla und des Fahrers des Unfallautos zusammenzutragen.

Eine Tesla-Sprecherin sagte, derzeit sei noch unklar, ob der Autopilot eingeschaltet gewesen sei. Sie sprach davon, dass die Antenne des Autopiloten beim Unfall beschädigt worden sein könnte. Das Unternehmen habe bereits dreimal vergeblich versucht, mit dem Fahrer des Wagens Kontakt aufzunehmen.

Unterwegs mit dem Autopiloten: Die Technologie galt bis anhin als sehr sicher.
Unterwegs mit dem Autopiloten: Die Technologie galt bis anhin als sehr sicher.
Bild: STAFF/REUTERS

Lastwagen nicht erkannt

Am Donnerstag vergangener Woche hatte Tesla den tödlichen Unfall mit einem anderen Modell, dem Model S, eingeräumt. Der Unfall ereignete sich nach Unternehmensangaben, als ein Sattelschlepper im rechten Winkel vor dem selbstfahrenden Auto des Tesla-Modells S die Strasse kreuzte. Möglicherweise erkannte der Autopilot den LKW nicht; die Bremsfunktion wurde jedenfalls nicht ausgelöst.

Der Geländewagen Model X, der mit Autopilot ausgestattet ist, ist erst seit kurzem im Handel. Das Autopilot-System hatte Tesla im vergangenen Jahr vorgestellt. Es lässt Autos automatisch die Spur wechseln, die Geschwindigkeit verändern und die Bremse auslösen.

Das Selbstfahrsystem kann aber jederzeit vom Fahrer überstimmt werden. Die Fahrer müssten auch bei Autopilot-Fahrten jederzeit die Hände am Lenker halten und die Verantwortung für ihre Fahrten ausüben.

Tesla versucht derzeit, sich von einem Nischenanbieter für hochpreisige Elektroautos zu einem Hersteller für breitere Bevölkerungskreise zu entwickeln. Bis 2018 will der Konzern insgesamt 500'000 Autos pro Jahr bauen. (sda/afp)

Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete

1 / 20
Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete
quelle: getty images north america / joe raedle
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Mehr zu Tesla und Elon Musk

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Das E-Auto gewinnt: So lange dauert es, bis Stromer Benzin- und Dieselautos verdrängen

Elektroautos ersetzen Benzin- und Dieselautos. Die Frage ist nicht mehr, ob sich das E-Auto durchsetzt, sondern nur noch, wie schnell. Ein Überblick.

Die Auto-Branche ist im Umbruch. Von 2018 bis 2021 ist in der Schweiz der Marktanteil von Benzin- und Dieselautos bei Neuwagen von knapp 93 auf 60 Prozent geschrumpft. Inzwischen ist jeder fünfte Neuwagen ein Hybrid, jeder zehnte ein Elektroauto und jeder zwölfte ein Plug-in-Hybrid.

Vollelektrische E-Autos und teilelektrische Plug-in-Hybride werden auch Steckerautos genannt, weil ihre Akkus am Stromnetz geladen werden. Bis 2035 werden bei uns über 90 Prozent aller Neuzulassungen Steckerautos …

Artikel lesen
Link zum Artikel