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Ärger wegen Unkrautvernichter Glyphosat: Merkel schimpft mit ihrem Agrarminister



epa06355048 German Minister of Agriculture, Christian Schmidt (L) talks with German Chancellor Angela Merkel, at the beginning of a meeting with representatives of communities affected by pollution related to the emissions of diesel vehicles, in Berlin, Germany, 28 November 2017. The Government continues with its meetings with mayors of German cities suffering under high air pollution caused by nitrogen oxide (NOx) emissions of Diesel engines to discuss measures of air quality improvement. Measures to improve air quality are a software update on vehicles and bonuses on new cars purchases. The most polluted cities will be supported with a Government fund to promote public transport and greener transport alternatives.  EPA/FELIPE TRUEBA

Dicke Luft: Schmidt und Merkel Bild: EPA/EPA

Das deutsche Ja zur Weiterverwendung des Unkrautvernichters Glyphosat in der EU war ein Alleingang von Agrarminister Christian Schmidt (CSU). «Das entsprach nicht der Weisungslage, die von der Bundesregierung ausgearbeitet war», sagte Kanzlerin Angela Merkel.

CDU/CSU und SPD hätten eine andere Geschäftsordnung verabredet. Diese gelte auch für die geschäftsführende Bundesregierung, sagte die Kanzlerin am Dienstag in Berlin.

Merkel rügte das Verhalten Schmidts ausdrücklich. «Das ist etwas, was sich nicht wiederholen darf», sagte sie. Allerdings hat der Vorgang offensichtlich keine personellen Konsequenzen für den Landwirtschaftsminister.

Merkel machte deutlich, dass sie in der Sache eher auf Schmidts Seite stehe als auf der von SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks. In nächster Zeit will auch Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) mit dem CSU-Politiker Schmidt über den Vorgang reden.

Merkel verwies auch auf andere Streitpunkte unter den Regierungsmitgliedern. Unstimmigkeiten seien nichts Ungewöhnliches.

Bei der Abstimmung auf EU-Ebene hatte der deutsche Vertreter auf Geheiss Schmidts am Montag für die weitere Verwendung von Glyphosat gestimmt. Bislang hatte sich Deutschland der Stimme enthalten, weil Umweltministerin Hendricks gegen das Unkrautgift war, Schmidt jedoch dafür. Schmidts Verhalten löste heftige Empörung beim möglichen Koalitionspartner SPD aus.

Glyphosat ist ein weitverbreitetes Unkrautvernichtungsmittel. Es ist hoch umstritten und steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Umweltschützer fürchten auch negative Folgen für Tier- und Pflanzenwelt.

Die deutsche Regierung ist seit der Konstituierung des neuen Bundestages am 24. Oktober nur noch geschäftsführend im Amt. Ob für diese Wahlperiode wie 2013 bis 2017 wieder eine schwarz-rote Koalition zustande kommt, ist alles andere als sicher. (sda/dpa)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 28.11.2017 23:55
    Highlight Highlight was jetzt: merkel schimpft mit dem minister oder sie steht auf seiner seite?
  • Stachanowist 28.11.2017 20:49
    Highlight Highlight Good Cop, bad Cop. Ein alter Hut. Erinnert mich an Merkels Verhalten bei der Homoehe-Abstimmung: Die Abstimmung im Wissen, dass die Vorlage angenommen wird, einleiten - und dann selber Nein stimmen. Sie ist unglaublich geschickt darin, zwischen CSU, CDU und SPD Slalom zu fahren.

    Das bewundere ich einerseits, doch würde es sie für mich auch unwählbar machen. Merkel steht für nichts, ausser für Machterhalt und Stabilität. Doch das sind noch keine Inhalte.
  • Snowy 28.11.2017 19:59
    Highlight Highlight Der wirkliche Skandal daran: Dieser Entscheid ist nur deswegen nicht im Sinne Merkels weil er die aktuell fragilen Verhandlungen mit der SPD um die grosse Koaliten torpediert.

    So gesehen ist ihr Entscheid erschreckend kausal: Sie handelt nach Geld- und Machtinteressen und nicht zum Wohle von allen Bürgern von Deutschland/ der EU.
    • Zeyben 28.11.2017 21:01
      Highlight Highlight Ja sie wird ganz sicher die Interessen der USA vertreten nachdem die Groko zustande gekommen ist.
    • Snowy 28.11.2017 22:26
      Highlight Highlight Gestern wird in Deutschland Glyphosat zugelassen und morgen wird im Schweizer Nationalrat ernsthaft darüber debattiert, ob man Ware aus tierquälerischen Herstellung und Echtpelz weiterhin importieren soll.

      Bei manchen Politikern frage ich mich echt wie sie abends in den Spiegel kucken können.

  • N. Y. P. D. 28.11.2017 18:34
    Highlight Highlight Uiuiuiuiuiui..
    Benutzer Bild
  • rodolofo 28.11.2017 18:25
    Highlight Highlight Gut, dass die SPD hier klar Stellung bezieht gegen den "Weltkrieg gegen die Natur", den die Agro-Industrie zusammen mit Multinationalen Konzernen führt.
    Die militärischen "Endlösungen" bei der Verteidigung von riesigen, komplett naturfernen Monokulturen gegen logischerweise und notwendigerweise massenhaft auftretende "Schädlinge", "Krankheitserreger" und "Unkräuter" sind von der seelisch-geistigen Einstellung her mit der Nazi-Ideologie eng verwandt, auch wenn diese Verwandtschaft im Fühlen und Denken von Agro-Industrie-Grossbauern in unserer Gesellschaft nicht ausgesprochen werden darf.
  • rodolofo 28.11.2017 18:02
    Highlight Highlight Zum Thema Glyphosat und Roundup ist auf arte ein sehr lehrreicher Film erschienen:
    https://www.arte.tv/de/videos/069081-000-A/roundup-der-prozess/
  • Paddiesli 28.11.2017 16:53
    Highlight Highlight DDT, PCB, FCKW, die Reihe ist lang, aber der Mensch hat nichts dazu gelernt. Mit dem Vorwand der Wirtschaft wird die Welt frisch weiter vergiftet, als gäbs kein morgen. Mir scheint, es wird wirklich kein morgen mehr geben. Schande über die Lobby-kuschenden Regierungen.
    • rodolofo 28.11.2017 18:08
      Highlight Highlight Es gibt Licht am Ende des Tunnels:
      Die Bio-Landwirtschaft ist aus der Pionierphase herausgekommen und wird heute weltweit professionell und erfolgreich betrieben.
      Ebenso erfolgreich werden Bio-Lebensmitteln vermarktet, in den Spezialgeschäften und in den Grossverteilern! Insbesondere COOP steht mit echter Begeisterung und mit Herzblut hinter seinem Naturaplan-Sortiment!
      In Spanien sehen sich immer mehr Konventionelle Gemüsebau-Betriebe GEZWUNGEN, Schädlinge mit Biomethoden zu bekämpfen, da sie gegen alle Spritzmittel resistent geworden sind!
      ...
    • rodolofo 28.11.2017 18:14
      Highlight Highlight ...
      Die Gentechnologie wird immer deutlicher zum totalen Misserfolg, da auch gentechnisch veränderte Organismen von resistent werdenden Schädlingen, Unkräutern, Pilzen und früher völlig unproblematischen BAKTERIEN befallen werden!
      (siehe dazu auch: Film auf arte zu Roundup/Glyphosat)
      Zwei Grundprobleme bleiben bestehen:
      - Die externen Kosten der Billig-Agrarindustrie werden auf die Allgemeinheit abgewälzt.
      - Die Einnahmen aus der Schwächung von Organismen und Umweltzerstörung durch Chemische Kampfstoffe und Drogen, sowie die Chemikalien gegen Nebenwirkungen steigern das BIP.
      ...
    • rodolofo 28.11.2017 18:15
      Highlight Highlight ...
      So erscheinen Krankheiten und krank machende Systeme als Wohlstandsförderer.
      (Kapitalistische Täuschung)
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