DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nimmt den Enthüllungen von Wikileaks den Hut: Debbie Wasserman Schultz.<br data-editable="remove">
Nimmt den Enthüllungen von Wikileaks den Hut: Debbie Wasserman Schultz.
Bild: SCOTT AUDETTE/REUTERS

E-Mail-Affäre fordert prominentes Opfer – Wikileaks-Schlamassel bei US-Demokraten

24.07.2016, 22:5625.07.2016, 00:19

Einen Tag vor Beginn des Nominierungsparteitages der US-Demokraten ist am Sonntagnachmittag Parteichefin Debbie Wasserman Schultz zurückgetreten. Ihr wurden E-Mails zum Verhängnis, die eine Manipulation des Vorwahlkampfes zugunsten von Hillary Clinton belegen sollen.

Wasserman Schultz sagte, mit ihrem Rücktritt wolle sie zu einem Sieg Clintons bei der Wahl im November beitragen.

Die Parteichefin war zuvor massiv von Clintons Rivalen Bernie Sanders kritisiert worden. Um einen Eklat am Parteitag zu verhindern, verzichtete sie bereits am Samstag auf den Vorsitz bei der viertägigen Versammlung. Nun ergänzte sie, dass sie ihr Amt als Parteichefin nach dem Parteitag formell zurücklegen werde. Clinton und US-Präsident Barack Obama dankten ihr umgehend für ihre Arbeit.

«Feuert Debbie»: Anhänger von Bernie Sanders demonstrieren im Vorfeld des Parteikongress in Philadelphia.
«Feuert Debbie»: Anhänger von Bernie Sanders demonstrieren im Vorfeld des Parteikongress in Philadelphia.
Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

Democratic-National-Committee-Vizechefin Donna Brazile wird nach Informationen des US-Senders CNN die Partei bis zur Wahl interimistisch führen.

Wer wird Nachfolger?

Als möglicher Nachfolger ist Wohnungsminister Julian Castro im Gespräch, der bis zur Nominierung von Tim Kaine als möglicher Vizepräsidentschaftskandidat gehandelt worden war. Der 41-jährige Texaner mit hispanischen Wurzeln gilt als Nachwuchshoffnung der US-Demokraten.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am Freitag gehackte E-Mails veröffentlicht, aus denen hervorgeht, wie stark der Parteivorstand offenbar von Anfang an die Kandidatur Clintons bevorzugte.

Sanders und seine Anhänger hatten im Vorwahlkampf wiederholt beklagt, dass die Vorwahl-Prozedur zugunsten von Kandidaten des Establishments manipuliert sei. So bezeichnete Wasserman Schultz einen Sanders-Vertrauten in einer Nachricht als «verdammten Lügner». (sda/apa/reu)

US-Wahlen 2016

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

People-News

Kanye heisst jetzt «Ye» – und schuld ist die Bibel

Kanye heisst jetzt Ye. Der Grund könnte in der Bibel zu finden sein.

Kanye West ist ein Hiphop-Schwergewicht: Als Rapper, Musikproduzent, Künstler und Modeunternehmer hat er Akzente gesetzt – und Millionen verdient.

Nun hat eine Richterin in Los Angeles einem Antrag des 44-jährigen Grammy-Gewinners und Ex-Mannes von Kim Kardashian auf Namensänderung stattgegeben: Kanye Omari West heisst jetzt offiziell nur noch «Ye». Er hat also auch keinen Nachnamen mehr, wie das «Rolling Stone» schreibt.

Völlig …

Artikel lesen
Link zum Artikel