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epa05151325 People stand in booths to vote in the New Hampshire primary, at a polling station in Laconia, New Hampshire, USA, 09 February 2016. New Hampshire holds the first primary in the United States Presidential Election cycle.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Die Einwohner von New Hampshire haben gewählt: Trump und Sandes schnitten bei ihren jeweiligen Parteien am besten ab.
Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

Keine Überraschung in New Hampshire: Trump und Sanders werden ihrer Favoritenrolle gerecht

Die zweiten Vorwahlen unter den US-Präsidentschaftsbewerbern hat die erwarteten Sieger hervorgebracht: Bei den Republikanern gewann der umstrittene Unternehmer Donald Trump, bei den Demokraten der linke Senator Bernie Sanders. Beide waren haushohe Favoriten.



>> Hier gehts zum Liveticker der US-Vorwahl in New Hampshire

Der Sieg der beiden war schon unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale am Dienstagabend (Ortszeit) auf den US-Fernsehsendern verkündet worden. Beide gelten als Aussenseiter in ihren Parteien und ihre Siege werden deshalb auch als Zeichen des Unmuts gegen die Parteieliten gewertet.

Nach Auszählung von gut zwei Drittel der Stimmbezirke kam der linke Senator Sanders bei der Vorwahl der Demokraten auf fast 60 Prozent. Die frühere Aussenministerin Hillary Clinton, die den Vorwahlauftakt vor einer Woche in Iowa noch hauchdünn für sich entschieden hatte, lag bei rund 39 Prozent.

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Kasich starker Zweiter

Bei den Republikanern holte Trump den Teilergebnissen zufolge gut 34 Prozent. Überraschend stark schnitt Ohios Gouverneur John Kasich ab, der mit 16 Prozent den zweiten Platz ansteuerte. Kasich präsentiert sich als gemässigter Konservativer, der die Staatsfinanzen sanieren und die Gräben zwischen den politischen Lagern in Washington zuschütten möchte.

With his wife Karen at his side Republican presidential candidate Gov. John Kasich, R-Ohio, cheers with supporters Tuesday, Feb. 9, 2016, in Concord, N.H., at his primary night rally. (AP Photo/Jim Cole)

Jubel im Lager von Kasich: Der Gouverneur von Ohio hat in New Hampshire überraschend gut abgeschnitten.
Bild: Jim Cole/AP/KEYSTONE

Um den dritten Platz rangen der erzkonservative Senator Ted Cruz mit 11.5 Prozent und Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush mit 11.2 Prozent. Cruz hatte vor einer Woche die erste Vorwahl gewonnen. Die Wählerschaft in New Hampshire gilt allerdings als weniger konservativ als in Iowa. Vor allem die evangelikalen Christen, unter denen Cruz viele Unterstützer hat, spielen hier eine geringere Rolle.

Der Senator Marco Rubio lag den Teilergebnissen zufolge bei rund zehn Prozent und musste damit einen Rückschlag hinnehmen. In Iowa hatte Rubio mit gut 23 Prozent noch den dritten Platz belegt.

REFILE - CORRECTING DATE - Michael Skocky of Cambridge, Massachusetts, a supporter of Republican U.S. presidential candidate Marco Rubio, reacts after hearing that Rubio did not win the 2016 New Hampshire presidential primary, at a rally in Manchester, New Hampshire February 9, 2016. REUTERS/Carlo Allegri

Lange Gesichter beim «Team Rubio»: Nach seinem dritten Platz hatten die Anhänger des Senators mehr erwartet.
Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

New Jerseys Gouverneur Chris Christie holte in New Hampshire knapp acht Prozent, die Ex-Managerin Carly Fiorina gut vier Prozent und der frühere Neurochirurg Ben Carson etwa zwei Prozent.

Aufruf zu «politischer Revolution»

«Es ist einfach zu spät für die gleiche alte Establishment-Politik und Establishment-Wirtschaft», sagte Sanders in seiner Siegesrede. «Die Leute wollen echte Veränderungen.»

Der 74-jährige selbsterklärte «demokratische Sozialist» kommt mit seiner Forderung nach einer gerechteren Einkommensverteilung vor allem bei jungen Wählern gut an. Angesichts des Einflusses reicher Wahlkampfspender in den USA will Sanders eine «politische Revolution» erreichen, um die Demokratie wieder in die Hände der Bevölkerung zu legen, wie er sagt.

Kämpferische Clinton

«Ich weiss, ich habe einiges zu tun, vor allem bei jungen Menschen»

Clinton räumte ihre Niederlage ein und sieht ihren Favoritenstatus zunehmend bröckeln. «Ich weiss, ich habe einiges zu tun, vor allem bei jungen Menschen», sagte die ehemalige First Lady und gab sich kämpferisch: «Jetzt werden wir diese Kampagne in das ganze Land tragen. Wir werden um jede Stimme in jedem Bundesstaat kämpfen.»

REFILE - CORRECTING CITYDemocratic U.S. presidential candidate Hillary Clinton speaks to supporters at her 2016 New Hampshire presidential primary night rally in Hooksett, New Hampshire February 9, 2016. REUTERS/Brian Snyder

Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook richtete den Blick auf die nächsten Vorwahlen in South Carolina und in Nevada. Ausserdem werde im März in einer Reihe von weniger ländlich geprägten Bundesstaaten abgestimmt, die stärker die «Vielfältigkeit» der Demokratischen Partei widerspiegeln. «Die Nominierung wird sehr wahrscheinlich im März gewonnen werden, nicht im Februar», erklärte Mook.

Enttäuschter Rubio

Trump zeigte in New Hampshire anders als in Iowa, dass er seinen Vorsprung in Umfragen auch in einen Wahlsieg ummünzen kann. «Wow, so schön», sagte er vor seinen Anhängern. «Wir werden Amerika wieder so grossartig machen, vielleicht grossartiger als je zuvor.» Der Immobilientycoon bekräftigte seinen Plan, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen.

Marco Rubio, der in Iowa als Dritter überrascht hatte, zeigte sich von seinem Abschneiden enttäuscht. Er führte seine Niederlage auf einen verunglückten Auftritt bei einer Fernsehdebatte mit seinen republikanischen Mitbewerbern zurück. «Das wird mir nicht noch einmal passieren», sagte er.

Beide Parteien befinden in allen 50 Bundesstaaten über ihre Kandidaten, die im Juli offiziell gekürt werden. Die Präsidentschaftswahl findet am 8. November statt. Präsident Barack Obama von den Demokraten darf nach zwei Amtsperioden nicht erneut antreten. (wst/sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl Müller 10.02.2016 08:48
    Highlight Highlight Das Hauptproblem von Trump als Präsident sehe ich darin, dass die USA dann für ein Jahr ohne Regierung dasteht. Denn bestimmt wird er zuerst er in einer Sonderstaffel von "The Apprentice" sein Kabinett zusammensuchen.
  • lilas 10.02.2016 08:40
    Highlight Highlight Also wenn Trump...dann gut Nacht 😨
  • Urmel 10.02.2016 07:37
    Highlight Highlight 34,4% (also rund 1/3) haben den am lautesten bellenden Hund gewählt. Irgendwie erinnert mich das an unsere Nationalratswahlen..
  • Grundi72 10.02.2016 06:45
    Highlight Highlight Eine Wahl zwischen Trump oder Sanders wäre wie die Wahl zwischen Pest oder Cholera! Beide wären für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Weltpolitik brandgefährlich!
    • FrancoL 10.02.2016 07:49
      Highlight Highlight Deine Ausdrücke sind heftig! Ich hoffe Du reichst auch noch deine Begründung nach! Wer sich so aus dem Fenster lehnt sollte schon auch in der Lage sein einige Begründungen zu liefern sonst wäre es wohl besser gewesen das Kommentarfenster fest verschlossen zu lassen. Solche Hasstiraden bringen nicht sehr viel.
    • Tepesch 10.02.2016 07:54
      Highlight Highlight Nach europäischen Massstäben wäre Bernie Sanders gerade mal ein Mitte / Mitte-Links Politiker.
    • Semper 10.02.2016 08:28
      Highlight Highlight Sanders hat klar gesagt er wolle die USA, nach dem Vorbild der skandinavischen Länder gestalten. Skandinavische Länder sind auch im europäischen Vergleich ganz klar links, und nicht mitte-links, als komm mir nicht mit 'Sanders ist recht moderat'. So ein Schwachsinn!! Sanders ist ganz klar links!! Auch in Europa wäre dies so...
    Weitere Antworten anzeigen
  • TomC 10.02.2016 06:42
    Highlight Highlight Go Bernie! Hoffe echt dieser sozialistische Demokrat schafft das Rennen in das Weisse Haus! Wäre am Besten für die ganze Welt...
    • Mate 10.02.2016 08:35
      Highlight Highlight @jaing falsch! umfragen zeigen das sanders noch bessere chancen hätte als clinton.
    • Tepesch 10.02.2016 08:38
      Highlight Highlight Gemäss aktuellen Umfragen würden beide Trump schlagen. Hillary ist im Moment populärer, würde Trump aber auch mehr Angriffsfläche bieten.
    • satyros 10.02.2016 10:08
      Highlight Highlight Die Republikaner würden Trump wohl auch Clinton vorziehen. Und die Demokraten würden sowohl Clinton als auch Sanders wählen. Die Frage ist also, wer mehr Leute mobilisieren kann und im Moment ist das klar Bernie Sanders.
      Feel the Bern!

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