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Das war die zweite TV-Debatte. Video: YouTube/PBS NewsHour

Zweites TV-Duell: So gingen Clinton und Trump aufeinander los

In einem hitzig geführten TV-Duell im Kampf um das Weisse Haus haben sich Hillary Clinton und Donald Trump gegenseitig mit herben Vorwürfen überzogen.



Clinton gewann einer Blitzumfrage des Senders CNN zufolge die Fernsehdebatte. Sie kam auf 57 Prozent, der Republikaner Trump auf 34 Prozent. Die Demokratin schnitt damit fünf Prozentpunkte schlechter ab als in der ersten Debatte.

Zusammenfassung der 2. TV-Debatte

Video: watson.ch

Trump lobte den Kampfgeist und das Stehvermögen seiner demokratischen Rivalin. «Sie macht nicht Schluss, sie gibt nicht auf, sie ist eine Kämpferin», sagte er bei der zweiten TV-Debatte der beiden in St. Louis (Missouri) am Sonntagabend (Ortszeit). Allerdings habe er zu vielen ihrer Positionen eine andere Ansicht.

Clinton lobte ihrerseits Trumps Kinder. Sie seien «unglaublich fähig und ergeben und das sagt eine Menge über Donald», sagte Clinton. Ein Zuschauer der Debatte hatte beide Kandidaten gefragt, ob sie jeweils eine positive Eigenschaft ihres Konkurrenten nennen könnten.

In den knapp 90 Minuten zuvor hatten sich die beiden nichts geschenkt. Der Republikaner Trump, zuletzt wegen sexistischer Äusserungen im Jahr 2005 in die Defensive geraten, forderte sogar Haft für seine Gegnerin wegen ihres Umgangs mit ihren dienstlichen E-Mails als US-Aussenministerin. Die Demokratin Clinton bezichtigte Trump ihrerseits mehrmals, falsche Angaben zu machen. «Was Sie von Donald hören, ist wieder nicht wahr. Er lebt in einer parallelen Realität», sagte Clinton.

In der Debatte um das Ende vergangener Woche aufgetauchte Video mit sexistischen Äusserungen zeigte sich Trump reuig. «Ich schäme mich», sagte er über die frauenfeindlichen Bemerkungen. Er achte die Frauen. «Niemand respektiert Frauen mehr als ich», sagte Trump. Seine Äusserungen bezeichnete er als «Umkleidekabinen-Gespräche». Trump hatte in dem Video unter anderem erklärt, als «Star» könne er sich Frauen gegenüber alles erlauben, auch den Griff an ihre Geschlechtsteile.

Hier nimmt Trump Stellung zum umstrittenen Video aus dem Jahr 2005.

«Es ist drei gegen einen»

Clinton erklärte, des Gesagte sei bezeichnend für Trumps Persönlichkeit. «Jedem, der (das Video) gehört hat, ist klar, dass das genau ausmacht, wer er ist», sagte Clinton. Trump habe Frauen beleidigt. Er habe zudem Migranten, Afroamerikaner, Latinos, Behinderte, Muslime und andere verbal ins Visier genommen.

Trump redete sich zu Beginn der Debatte mehrmals in Rage, musste von den Moderatoren unterbrochen werden, weil er die vereinbarte Redezeit überzogen hatte. Der Immobilienmilliardär fühlte sich daraufhin schlecht behandelt. «Es ist drei gegen einen», sagte Trump, als die Moderatoren Anderson Cooper und Martha Raddatz baten, beim Thema zu bleiben.

Republican U.S. presidential nominee Donald Trump speaks during the second U.S. presidential town hall debate between Trump and Democratic U.S. presidential nominee Hillary Clinton at Washington University in St. Louis, Missouri, U.S., October 9, 2016. REUTERS/Jim Young

Donald Trump attackiert Hillary Clinton während der zweiten TV-Debatte. Bild: JIM YOUNG/REUTERS

Clinton gab ihrerseits Versäumnisse beim Umgang mit ihren E-Mails in ihrer Zeit als Aussenministerin zu. «Es war ein Fehler», sagte sie zu der Praxis, dienstliche E-Mails als US-Aussenministerin von einem privaten und nicht gesicherten Server zu versenden.

Schlupflöcher ausgenutzt

In der Debatte um die Behandlung von Muslimen in den USA forderte Clinton mehr Toleranz. «Meine Vision von Amerika ist ein Amerika, in dem jeder einen Platz hat.» Trump bekräftigte dagegen, dass Muslime vor deren Einreise in die USA «extrem» überprüft werden müssten. Die Anschläge von Paris, Orlando und San Bernardino zeigten, wie gross die Gefahr durch radikale islamische Terroristen sei.

Trump gab zu, Schlupflöcher im Steuersystem der USA ausgenutzt und damit 916 Millionen Dollar gespart zu haben. Hillary Clinton habe dies als Senatorin in New York selbst ermöglicht. «Die Leute, die ihr all das Geld geben, wollen das so», sagte Trump mit Blick auf Clintons Parteispender. (cma/sda/dpa)

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