DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Polizei von Cleveland demonstriert einen Bomben-Roboter.
Die Polizei von Cleveland demonstriert einen Bomben-Roboter.
Bild: RICK WILKING/REUTERS

Tennisbälle sind am Republikaner-Parteitag verboten – einmal dürft ihr raten, was erlaubt ist

17.07.2016, 10:2317.07.2016, 10:53

In Cleveland im Bundesstaat Ohio findet nächste Woche der Parteitag der US-Republikaner statt. Höhepunkt der viertägigen Politshow ist die Nominierung von Donald Trump als Präsidentschaftskandidat. Die Nervosität in der Stadt am Eriesee ist gross, die Sicherheit wird ein riesiges Thema sein.

Das betrifft nicht nur die anhaltende Terrorgefahr und die polarisierende Figur Trump. Nach den Polizistenmorden von Dallas und zwei von der Polizei erschossenen Schwarzen brodelt es im Land. Es wird lange Wege geben, Durchsuchungen, Wartezeiten und Sperrungen. Reportern wurde zu Schutzmasken und -kleidung geraten, falls man in Auseinandersetzungen einer gewalttätigen Demonstration gerate.

In der Quicken Loans Arena findet der Parteitag statt.
In der Quicken Loans Arena findet der Parteitag statt.
Bild: Gene J. Puskar/AP/KEYSTONE

Die Behörden haben eine Liste mit 72 Gegenständen erstellt, die innerhalb der knapp 4,5 Quadratkilometer grossen «Eventzone» in Cleveland nicht erlaubt sind. Hier eine Auswahl. Die vollständige Liste hat CNN veröffentlicht:

  • Luftgewehre und -pistolen
  • Paintball-Markierer
  • Schnappmesser
  • Schwerter und Säbel
  • Äxte
  • Schleudern
  • Schaufeln
  • Spraydosen
  • Wasserpistolen
  • Glasflaschen
  • Glühbirnen
  • Veloschlösser
  • Gasmasken
  • Schlafsäcke
  • Matratzen
  • Vorschlaghämmer
  • Konservendosen
  • Tennisbälle

Fällt der geneigten Leserschaft etwas auf? Genau, nicht auf der Liste befinden sich «echte» Schusswaffen. Der Bundesstaat Ohio erlaubt das offene Tragen von Feuerwaffen per Gesetz ausdrücklich. Deshalb müssen AR-15-Sturmgewehre oder Revolver auch in der Eventzone zugelassen werden, im Gegensatz etwa zu Wasser-  und Luftpistolen oder Schnappmessern.

Im Klartext: Teilnehmer und Besucher des Parteitags dürfen mit umgehängtem Sturmgewehr herumlaufen, aber keine Tennisbälle dabei haben. Einzig innerhalb der Quicken Loans Arena, in der die Versammlung stattfindet, kann der Secret Service aufgrund eines Bundesgesetzes Waffen verbieten.

Den Behörden ist diese wider- bis irrsinnige Regelung durchaus bewusst. «So ist das Gesetz. Ob ich damit einverstanden bin oder nicht, ist eine andere Frage», sagte Bürgermeister Franklin Jackson. Sein Sprecher ergänzte gegenüber CNN, man befolge das Gesetz des Staates: «Es gibt kein staatliches Gesetz gegen Tennisbälle.»

Schiesserei in Dallas

1 / 25
Schiesserei in Dallas
quelle: epa/dallas police department / dallas police department / handout
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wozu dies führen kann, hat man bei den Polizistenmorden von Dallas erlebt. Texas hat ebenfalls ein sehr liberales Waffenrecht, und die Polizei wusste nicht, wer ein friedlicher Demonstrant mit einer Knarre war und wer ein Killer. Diese von der Waffenlobby durchgesetzte Praxis sei «extrem und unverantwortlich», kritisierte die «Washington Post». (pbl)

Ausschreitungen bei Trumps Auftritten

1 / 12
Ausschreitungen bei Trumps Auftritten landauf landab
quelle: ap/pittsburgh post-gazette / michael henninger
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

US-Wahlen 2016

Alle Storys anzeigen

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Wie viel ist ein kleines Mädchen wert?» – Biles und Kolleginnen klagen FBI an

Die Statements, welche die US-Turnerinnen Simone Biles, Alexandra Raisman und McKayla Maroney am Mittwoch vor dem Justizausschuss des US-Senats gemacht haben, gehen unter die Haut. Sie klagen an: den ehemaligen Team-Arzt Lawrence «Larry» G. Nassar wegen sexuellen Missbrauchs – und das FBI wegen Fehlverhaltens.

«Was bringt es, Missbrauch anzuzeigen?», fragt Maroney und erzählte, wie sie im Sommer 2015 dem FBI am Telefon in den kleinsten Einzelheiten geschildert habe, wie Nassar sie bereits als …

Artikel lesen
Link zum Artikel