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Republican U.S. presidential candidate Donald Trump speaks about the results of the Michigan, Mississippi and other primary elections during a news conference held at his Trump National Golf Club in Jupiter, Florida, March 8, 2016. REUTERS/Joe Skipper

Verwies die Konkurrenz in Mississippi und Michigan auf die Plätze: Donald Trump.
Bild: JOE SKIPPER/REUTERS

Super Tuesday 2: Trump sichert sich Hawaii +++ Sanders siegt überraschend in Michigan ++ Cruz gewinnt in Idaho



Bernie Sanders hat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten einen Achtungserfolg erzielt. Der 74-jährige Senator gewann am Dienstag überraschend den Bundesstaat Michigan gegen die favorisierte Kontrahentin Hillary Clinton.

Democratic presidential candidate, Sen. Bernie Sanders, I-Vt. acknowledges his supporters on arrival at a campaign rally, Tuesday, March 8, 2016, in Miami. (AP Photo/Alan Diaz)

Unerwarteter Triumph für Bernie Sanders im Rustbelt-State Michigan.
Bild: Alan Diaz/AP/KEYSTONE

Nach Auszählung von rund 95 Prozent der Stimmen erklärten ihn mehrere US-Medien zum Sieger. Clinton hat keine realistische Chance mehr, die zwei Prozentpunkte Rückstand aufzuholen. Clinton hatte zuvor die Vorwahlen in Mississippi klar gewonnen und sich damit bei der Zahl der Delegierten für den Parteitag im Juli weiter abgesetzt.

Sanders setzte jedoch mit dem nicht erwarteten Gewinn in Michigan ein weiteres wichtiges Achtungszeichen. «Die politische Revolution, über die wir hier sprechen, ist stark», sagte er. Er wolle weitere Staaten gewinnen. «Die stärksten Teile kommen erst noch», sagte er.

Clinton wandte sich nach ihrem Sieg in Mississippi an ihre Anhänger. «Wir sind besser als das, was uns die Republikaner anbieten», rief die frühere Aussenministerin, Senatorin und First Lady.

Trump gewinnt weiter

Bei den Republikanern hat der Immobilien-Milliardär Donald Trump seine Führung weiter ausgebaut. Er gewann klar in Mississippi, Michigan und Hawaii, wo er nach Auszählung fast aller Stimmen auf 48, 37 und 44 Prozent kam. In Michigan siegte Trump vor dem Gemässigten John Kasich und dem Erzkonservativen Ted Cruz, die je auf rund 25 Prozent kamen. In Mississippi und Hawaii siegte Trump vor Cruz.

Supporters of Republican presidential candidate Donald Trump put their fingers in the shape of a

Richtig geraten, es sollte «Trump» heissen. Anhängerinnen des populistischen Präsidentschaftskandidaten in Florida. 
Bild: Lynne Sladky/AP/KEYSTONE

Für Marco Rubio, den Favoriten des republikanischen Partei-Establishments, bahnte sich wie schon am vergangenen Samstag ein rabenschwarzer Tag an. Sowohl in Michigan als auch in Mississippi dürfte er nur auf einstellige Prozentsätze kommen. Rubio muss am kommenden Dienstag in seinem Heimatstaat Florida unbedingt gewinnen, will er im Rennen bleiben.

Ted Cruz hat die Vorwahl der US-Republikaner in Idaho mit deutlichem Abstand vor Donald Trump gewonnen. Das berichteten die Sender MSNBC und Fox News. Trump entschied am Dienstagabend (Ortszeit) Michigan und Mississippi für sich.

Der erzkonservative Texaner Cruz hatte bereits am Wochenende Boden gut gemacht. Im Rennen um die Nomination liegt Cruz aber noch immer deutlich hinter Trump, der eine Mehrheit der bisherigen Vorwahlen gewonnen hat. Mit 32 Delegierten gehört Idaho nicht zu den grossen Bundesstaaten.

Widerstand in der Partei wächst

«Sie haben heute Abend nicht so gut abgeschnitten», sagte Trump in seiner Siegesrede über seine Konkurrenz. «Nur einer hat heute Abend gut abgeschnitten: Donald Trump.»

Trump hat bei den Republikanern inzwischen 15 von 23 Vorwahlen gewonnen. Im Ringen um die meisten Delegiertenstimmen konnte er sich aber noch immer nicht entscheidend absetzen.

Eine starke Strömung innerhalb der Republikaner versucht mit aller Macht, ihn als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. Aus Sicht von Analysten ist eine Kampfabstimmung beim Parteitag im Juli in Cleveland inzwischen wahrscheinlicher geworden.

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bild: screenshot/cnn

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bild: screenshot/cnn

(wst/cma/sda/dpa/afp/reu)

Mehr Informationen folgen

Alle Resultate im Überblick 

Republikaner (nach 23 Vorwahlen)

Donald Trump: Alabama, Arkansas, Georgia, Kentucky, Louisiana, Massachusetts, Michigan, Mississippi, Nevada, New Hampshire, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia

Ted Cruz: Alaska, Kansas, Idaho, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas

Marco Rubio: Minnesota, Puerto Rico (das Ergebnis aus Hawai steht bei den Republikanern derzeit noch aus)

Demokraten (nach 22 Vorwahlen)

Hillary Clinton: Alabama, Arkansas, Amerikanisch Samoa, Georgia, Iowa, Louisiana, Massachusetts, Mississippi, Nevada, South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia

Bernie Sanders: Colorado, Kansas, Maine, Michigan, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Vermont

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 09.03.2016 07:48
    Highlight Highlight Die Republikanischen Machtstrategen wissen ganz genau, dass Donald Trump allzu deutlich verrät, was sie eigentlich vorhaben, was sie aber aus strategischen Gründen besser "durch die Blume" sagen sollten!
    Doch der "Geist" ist aus der Flasche!
    Und er lässt sich nicht mehr bändigen, auch wenn er gleichzeitig eine solche "Flasche" ist.
    Let's "tea-party"!
    Und da wird nicht nur Tee getrunken, sondern auch viel Hochprozentiges!
    "N doppelten Wisky!" Wie im Wilden Westen...
    Und bevor der Cowboy unter den Tisch fällt, quasselt er munter drauflos und macht einen "rechtsbürgerlichen Seelen-striptease"...

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