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Republican presidential candidate Donald Trump prepares to speak during a New York primary night campaign event Tuesday, April 19, 2016, in New York. (AP Photo/Julie Jacobson)

Wahlparty im New Yorker Trump Tower: Siege in der Heimat schmecken besonders süss.  Bild: Julie Jacobson/AP/KEYSTONE

Donald Trump gewinnt Vorwahl in New York – bittere Niederlage für Bernie Sanders



Mit klaren Siegen im US-Bundesstaat New York haben die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump am Dienstag ihre Favoritenrolle auf die Präsidentschaftskandidatur für ihre Parteien bestätigt. Vor allem Trump schnitt besser ab als erwartet.

Der Immobilientycoon liegt bei den Republikanern nach Auszählung von rund 85 Prozent der Stimmen mit rund 60 Prozent vor seinen Konkurrenten John Kasich (25 Prozent) und Ted Cruz (15 Prozent). Nach ersten Berechnungen der US-Fernsehsender könnte Trump rund 90 der 95 zur Wahl stehenden Delegiertenstimmen in New York abräumen.

Das würde seinen Vorsprung von bisher knapp 300 Delegierten vor Ted Cruz weiter deutlich ausbauen. Es ist aber nach wie vor keine Garantie dafür, dass der 69-Jährige nach der letzten Vorwahl in Kalifornien am 7. Juni die notwendigen 1237 Delegierten erreicht.

Selbstbewusster Trump

Diese Zahl bräuchte er, um auf dem Parteitag in Cleveland im Juli bereits im ersten Wahlgang die Kandidatur an sich reissen zu können. Experten gehen mehr und mehr davon aus, dass Trump nur dann Kandidat der Republikaner werden kann, wenn er im ersten Wahlgang gewinnt.

In weiteren Wahlgängen wären die Delegierten nicht mehr an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden und würden eher zu Cruz oder John Kasich tendieren. Trump hatte den Prozess wiederholt kritisiert.

Trump machte bei seiner Ansprache in seinem firmeneigenen Bürokomplex Trump Tower in Manhattan deutlich, dass er als Führender bei der Zahl der Delegierten die Nominierung auf dem Parteitag für sich beanspruchen wird. «Wir führen klar und es ist nicht möglich, uns einzuholen», sagte er. Sein Kontrahent Ted Cruz sei «mathematisch praktisch eliminiert».

«Auf der Zielgerade»

Bei den Demokraten sicherte sich Hillary Clinton in New York, wo sie einst als Senatorin gewirkt hatte, einen klaren Sieg gegen ihren hartnäckigen Widersacher Bernie Sanders. Die frühere Aussenministerin erreichte rund 57 Prozent der Stimmen, Sanders 43 Prozent. «Das Rennen für die demokratische Präsidentschaftskandidatur ist auf der Zielgeraden und der Sieg ist in Sicht», sagte Clinton nach ihrem Sieg.

Sanders, 74-jähriger Senator aus dem Bundesstaat Vermont, aber im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, hatte bis zuletzt grossen Zulauf im Wahlkampf erzielt und gehofft, Clinton schlagen zu können. Seine Anhängerschaft haderte mit dem Wahlsystem, das die Registrierung von Wählern bereits im vergangenen Oktober vorsah. So konnten Tausende, die erst spät zu Sanders-Fans geworden waren, nicht teilnehmen.

Aufgrund des Wahlsystems bei den Demokraten hat Sanders keine realistische Chance mehr, Clinton einzuholen. Die meisten sogenannten Superdelegierten, die beim Parteitag im Juli in Philadelphia unabhängig vom Wahlergebnis abstimmen dürfen, haben sich für Clinton ausgesprochen. (cma/sda/dpa/reu/afp)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • moonbonnie 20.04.2016 10:46
    Highlight Highlight Gib nicht auf Bernie! Er könnte Amerika wieder aus seinen Trümmern erheben mit EHRLICHER Politik. Was man von den anderen leider nicht behaupten kann...
    • fabianhutter 20.04.2016 14:33
      Highlight Highlight Denken Sie das wirklich? Ich erinnere alle Bernie Verehrer gerne an Obama 2008... Bernie Sanders wäre in Washington wohl ziemlich alleine, der wegen seiner sozialistischen Ideen gleich mit Kongress und Senat zu kämpfen hätte wie Obama.
      Da gebe ich Hillary mehr Chancen, da sie in Washington um einiges besser vernetzt ist und deshalb ihre Ideen wohl besser durchbringen könnte.
    • moonbonnie 20.04.2016 16:43
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass Hillary die schlechteren Chancen hat, sondern einfach, dass Bernie mir mit seinen Vorstellungen mehr zusagt und ehrlicher ist. Das mit dem "von den anderen nicht behaupten kann" , ist auf die Ehrlichkeit bezogen. Sorry muss das nächste Mal besser formulieren:)
  • Duweisches 20.04.2016 08:48
    Highlight Highlight Dann hoffe ich jetzt, dass Sanders Parteilos kandidiert und die Bewegung, die er losgetreten hat, nicht einfach versandet...
    • satyros 20.04.2016 09:41
      Highlight Highlight Das wird er ziemlich sicher nicht tun, da auch er nicht Trump als Präsidenten sehen will. Er wird wohl einen Posten im Kabinett Clinton erhalten. Und die Bewegung sollte nicht von einem Mann abhängig sein, das ist nicht die Art Politik, von der Sanders immer gesprochen hat.
    • INVKR 20.04.2016 09:47
      Highlight Highlight Hättest du gerne Trump als Präsident? Das würde nämlich passieren, wenn Clinton und Sanders beide antreten würden.
    • Bijouxly 20.04.2016 10:00
      Highlight Highlight Das wäre das Beste was passieren könnte - für Trump.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Smith 20.04.2016 08:32
    Highlight Highlight Kasich ist der Typ Mensch, der beim Eile mit Weile verliert, und dann weiter würfelt bis er auch im Ziel ist.
    Wann tritt er endlich aus dem Rennen aus?
  • kEINKOmmEnTAR 20.04.2016 08:08
    Highlight Highlight Wir glauben weiterhin an dich Bernie!
  • küng-fü 20.04.2016 05:17
    Highlight Highlight So viele Analyen, Reportagen, Artikel und Fernsehzeit.
    Und was wird sich in Zukunft in den USA ändern?
    Wahrscheinlich genau nichts.
    Ich bin zutiefst pessimistisch.
    • Blutgruppe 20.04.2016 06:31
      Highlight Highlight Vielleicht auch einfach nur realistisch...
    • DerTaran 20.04.2016 07:20
      Highlight Highlight Vielleicht etabliert der Oligarch Trump ja im Falle eines Sieges ein russlandähnliches System in den USA. Währest du mit einer USA zufriedener, die sich wie Russland benimmt? Dann müsste er allerdings Teile von Mexico annektieren statt eine Mauer zu bauen.
    • Domino 20.04.2016 07:58
      Highlight Highlight Was soll sich denn an der USA ändern? Ein sehr schönes und sicheres Land. Sehr freundliche und kontaktfreudige Menschen. Klar könnte man da und dort ein wenig am System rumschrauben, aber im grossen und ganzen funktionierts.
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