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Tödlicher Tesla-Crash: Das Auto war zu schnell unterwegs

A Tesla Model S involved in the fatal crash on May 7, 2016 is shown with the top third of the car sheared off by the impact of the collision of the Tesla with a tractor-trailer truck on nearby highway ...
Komplett zerstört: Das Tesla-Unfallauto, Model S. Bild: HANDOUT/REUTERS

Tödlicher Tesla-Crash: Das Unfallauto war zu schnell unterwegs

27.07.2016, 04:1027.07.2016, 06:35

Beim ersten tödlichen Unfall eines Elektroautos mit Selbstfahrfunktion könnte überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle gespielt haben. Laut einem Zwischenbericht war das Auto vor dem Zusammenstoss mit einem Lastwagen mit 119 km/h statt der erlaubten 105 km/h unterwegs.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB betonte in ihrem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht, dass die Untersuchung des Falls noch nicht abgeschlossen sei und dass die Unfallursache noch nicht bestimmt sei. «Alle Aspekte des Unfalls sind weiter Gegenstand der Untersuchung», hiess es in einer Erklärung. Der Fahrer habe zum Zeitpunkt des Unfalls Autopilot-Funktionen eingeschaltet gehabt.

This photo provided by the NTSB via the Florida Highway Patrol shows the Tesla Model S that was being driven by Joshau Brown,who was killed, when the Tesla sedan crashed while in self-driving mode on  ...
Der Tesla crashte in einen Lastwagen: Weder Fahrer noch Selbstfahrfunktion konnten rechtzeitig reagieren. Bild: AP/NTSB via Florida Highway Patrol

Anfang Mai starb der Fahrer eines Model S, als ein Lastzug im rechten Winkel die Strasse kreuzte. Die Bremsfunktion wurde nicht ausgelöst. Das Unternehmen vermutet, dass die Autopilot-Sensoren die weiss gestrichene Seite des kreuzenden LKW mit dem taghellen Himmel dahinter verwechselten und den LKW deswegen nicht als Hindernis erkannten, das eine Bremsung hätte auslösen müssen.

Erster Unfall nach 200 Millionen Kilometern

Tesla hatte das Autopilot-System bereits nach Bekanntwerden des tödlichen Unfalls verteidigt. Es sei der erste solche Unfall nach 200 Millionen gefahrenen Kilometern. Im normalen Strassenverkehr gebe es im US-Durchschnitt dagegen alle 150 Millionen Kilometer einen tödlichen Unfall.

Der Konzern betont auch stets, dass das System in einer Beta-Version aufgespielt ist – die Fahrer müssen auch bei Autopilot-Fahrten jederzeit die Hände am Lenker halten und die Verantwortung für ihre Fahrten ausüben. (cma/sda/afp)

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